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Just4Fun

Der "gläserne" Mensch!

17. November 2008 , Geschrieben von Just4Fun

Wenn ich mich an meinen ersten Internetzugang erinnere, war es damals so, das ich ein 56k Modem hatte, das sich bei jedem Seitenaufbau echt quälen musste.

Noch dazu kam, Sekunden genaue Abrechnung war generelle Praxis und so konnte das „Surfen“ im Netzt mehr als teuer werden.

 

Auch die Computer aus der Zeit waren noch nicht wirklich leistungsfähig.

Meiner war ein 4/86-DX 4/100 mit satten 16MB Arbeitsspeicher und einer Festplatte von wahnsinnigen 20MB, immerhin verfügte er schon über einen 14``Zoll Farbbildschirm und einen 24 Nadeldrucker.

Er kostete mich 1600DM ( runde 818€) das nur um aufzuzeigen wie sich auch die Preise für die Hardware verändert haben.

 

Das sind alles Geschichten einer vergangenen Zeit, mittlerweile ist es beinahe Normal und wird auch erwartet einen Internetzugang zu haben.

Jeder Internetanbieter bietet mittlerweile eine „FLAT“ an, das heißt, egal wie viel Zeit man im Internet verbringen möchte und egal was man downloaden möchte es wird alles durch die monatliche Grundgebühr abgedeckt.

 

Daher erscheint es auch für Menschen mit sehr wenig Kapital „reizvoll“ auch endlich den Weg ins Internet zu finden und sich mit der Welt des „WWW“ vertraut zu machen.

 

Haushalte mit Internetzugang 2008

 

Nicht nur das es immer günstiger wird, ermöglicht die DSL – Technik auch schnellen Zugriff auf alle nur erdenklichen Informationen.

Jetzt kommen ich zu dem worauf ich eigentlich hinaus möchte.

Man muss sich bewusst werden das die „Datenautobahn“ mehrspurig ist und immer wenn man eine Seite im Netzt öffnet, wird die IP gespeichert und so ist es nicht nur möglich zu erfahren wer auf der Seite war, sondern auch genau zu wissen was der Benutzer dort wollte.

IP-Adressen werden in Computernetzen, die auf dem Internetprotokoll (IP) basieren, verwendet, um Daten von ihrem Absender zum vorgesehenen Empfänger transportieren zu können. Ein Beispiel derartiger Computernetze ist das Internet. Ähnlich der Postanschrift auf einem Briefumschlag werden Datenpakete mit einer IP-Adresse versehen, die den Empfänger eindeutig identifiziert. Aufgrund dieser Adresse können die „Poststellen“, die Router, entscheiden, in welche Richtung das Paket weiter transportiert werden soll. Im Gegensatz zu Postadressen sind IP-Adressen nicht an einen bestimmten Ort gebunden.

Eine IP-Adresse kann einen einzelnen, aber in manchen Fällen auch eine Gruppe von Empfängern bezeichnen (Multicast, Broadcast). Umgekehrt können einem Computer mehrere IP-Adressen zugeordnet sein, wenn dieser gleichzeitig an mehreren Netzwerken teilnimmt. In vielen Netzwerken (z. B. DHCP) erhalten vorübergehende Netzwerkteilnehmer ihre IP-Adressen nur ausgeliehen.

Die bekannteste Notation der heute geläufigen IPv4-Adressen besteht aus vier Zahlen, die jeweils zwischen 0 und 255 liegen und mit einem Punkt getrennt werden, beispielsweise 127.0.0.1. Technisch gesehen ist die Adresse eine 32-stellige (IPv4) oder 128-stellige (IPv6) Binärzahl.

Man hinterlässt also praktisch einen (Fingerabdruck) da sich jeder Schritt punktgenau zurückverfolgen lässt.

 

Viele Unternehmen lassen die Nutzerinformation auswerten oder tun es selbst um auf Grund der gewonnenen Informationen Rückschlüsse auf deren Kaufverhalten zu schließen.

 

Dies ermöglicht ihnen Werbung gezielter zu platzieren (man nennt so was „Zielgruppenerfassung“) um den Absatz bestimmter Produkte zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten für Werbung zu reduzieren um eine Gewinnmaximierung zu erreichen.

 

Es ist aber auch so das viele Internetnutzer viel zu freigiebig mit ihren Daten sind und sich dann wundern das ihr Telefon nicht „still steht“.

Wenn ich an einem kostenlosen Gewinnspiel im Internet teilnehme (meistens locken sie mit tollen Gewinnen!), werden meine eingegebenen Benutzerdaten an Dritte weiter gereicht und diese zahlen viel Geld dafür.

Das selbe gilt auch für Gewinnspiele in Zeitschriften oder Kreutzworträtsel.

 

So kommt es dazu das es meistens Callcenter sind, die diese „Datensätze“ kaufen und nun ihrerseits versuchen mit dem Verkauf von z.B. Lottoscheinen am Telefon Kapital rauszuschlagen.

Dies kann ich aus erster Hand berichten, denn ich habe schon selbst in einem Callcenter gearbeitet.

 

Damit wird aber auch ein Umkehrschluss deutlich, wenn viele Unternehmen viel Geld für die Benutzerdaten zahlen, öffnet das den weg für den Schwarzhandel.

 

Ein Beispiel dafür ging in diesem Jahr durch alle Medien.

 

Ein großes Unternehmen für Telekommunikation musste eingestehen, das Millionen Kundendaten gestohlen wurden.

Natürlich wurde schnell reagiert und diese Kunden bekamen neue  Rufnummern, sowohl fürs Handy als auch für den Hausanschluss, erschreckend an der Stelle finde ich die Tatsache das es überhaupt soweit kommen konnte.

 

Bitte wieder bedenken, das es sich auch bei diesem Artikel reinweg um nur meine Sicht handelt, praktisch einzig dazu gedacht ist meine persönliche Meinung wider zu spiegeln!!!

 

Aber die Möglichkeiten des Internetz zur „Durchleuchtung“ der User sind hier noch nicht am Ende.

 

Nehmen wir ein absolut aktuellen fall der im TV publiziert wird.

 

Eine Firma, die eine der größten Suchmaschinen anbietet, lässt zur Zeit Autos durch Deutschland fahren, die mit hochauflösenden Kameras bestückt sind.

 

Sie wollen einen neuen „Service“ anbieten.

Soweit ich das verstanden habe, soll dann der Nutzer die Möglichkeit haben, die Großstätte Deutschlands deteilgetreu übers Internet besuchen zu können.

 

Im Prinzip eine tolle Sache wenn man zwar neugierig ist aber nicht das Geld hat hinzufahren.

So kann man eine Stadt besuchen ohne sein Sofa zu verlassen.

Für mich hat das ganze aber eher einen negativen Beigeschmack.

 

Es ist möglich das mein Gesicht im Netz veröffentlicht wird ohne das ich es selbst mitbekomme.

Wenn ich es selbst mitbekomme dann ist das über das Internet und was soll ich sagen?

Dann ist es zu spät, selbst wenn das bild vom Unternehmen raugenommen werden kann.

 

Meiner Meinung nach: moderne „STASI“!

 

Denn man bekommt nicht unbedingt mit was mit Benutzerdaten passiert und wie „nachvollziehbar“ das Leben in Deutschland geworden ist.

 

Hier ist das Ende noch nicht erreicht, stattdessen soll der Bundes Personal  Ausweis (BPA) mit einem Chip ausgestattet werden auf dem diverse Daten gespeichert werden sollen.

 

Soweit ich es mitbekommen habe sollen Ämter und Polizei und alle anderen öffentlichen Stellen über ein Netzwerk schneller untereinander auf Informationen zugreifen können um z.B. auf Haftbefehle oder andere Straftaten schneller reagieren zu können.

 

Es ist mit absoluter Sicherheit bald technisch machbar Chipscanner für den BPA in Laternen Ampeln oder Strassen einzubauen und so ebenfalls ein lückenloses Bewegungsprofil jedes Bundesbürgers zu erstellen.

 

Man könnte jetzt vermuten, das ich unter Verfolgungswahn leide, dabei ist dies nur das Aufzeigen von Möglichkeiten unsere Privatsphäre zu umgehen oder einzuschränken

 

„Publiccams“ in Städten sollen beispielsweise bei Demonstrationen, in Verbindung mit einer Gesichtserkennungssoftware dafür sorgen, das Unruhestifter schneller „dingfest“ gemacht werden können.

 

An Flughäfen gibt’s mittlerweile Geräte die alles Sichtbar machen können, ich bin mir nicht sicher ob „die Farbe meiner Unterwäsche“ für die Sicherheit des Staates von Relevanz ist.

 

Ich denke es muss andere Wege geben die Sicherheit zu erhöhen, ohne dermaßen tief in mein Leben einzudringen.

 

Der gleichen gibt es sicher noch mehr zu schreiben, aber ich denke es wird auch so Klar was genau ich meine!

 

 

 

 

 

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