"Die Gefahr ist, dass man sich selbst verliert"
In unsere schnelllebigen Zeit ist man ständig auf der Suche nach „Ruhezonen“ um nicht vollkommen von seinem Umfeld vereinnahmt zu werden.
Ein Beispiel für diese Ruhezonen ist zu sehen, wenn man sich mit der Bahn auf Reisen begibt.
An den Bahnhöfen herrscht noch hektische Betriebsamkeit:
„Bin ich auf dem richtigen Bahnsteig?“
„Mit wie viel Verspätung muss ich wohl diese mal rechnen?“
Und eigentlich noch viele Fragen mehr kann man wenn man nur hinschaut aus den Gesichtern der Reisenden lesen.
Wenn aber fürs erste die Tür des Zuges hinter einem geschlossen wird und man sich in
Richtung Sitzplatz begibt „steht“ da etwas völlig anderes in den Augen, nämlich so was wie
„Puh, geschafft!“ und ein Großteil Anspannung scheint, wie Regentropfen ab zu fallen.
Jetzt ist wenigstens ein Moment Zeit „sich, auf „sich selbst“ zu konzentrieren und die Dinge zu tun zu denen man sicher im Laufe des Tages nicht mehr kommt.
In einem Zug sieht man die verschiedensten Methoden zu sich selbst zu finden um dem Alltag zu entfliehen damit man „die Batterien wieder aufladen kann, und sich dem Leben entgegen zu stellen.
Wenn ich das Abteil in dem ich sitze mit den Augen überfliege, wird mir bewusst das es für diesen Moment völlig egal ist, wo man herkommt, wohin man will oder gar, was man im Leben schon erreicht hat oder noch erreichen will.
Nehmen wir als Beispiel die kleine Leonie (6 Jahre alt) die sich vollends unbefangen neben mich setzte, um mir sofort zu erzählen, das sie mit ihrem „Großvater“ ( von ihr selbst so benannt) auf dem Weg zu ihren Eltern sei, weil sie dort ja wieder hin müsse, weil sie sonst ihre Freunde nicht wieder sehen könne!
In solchen Situationen überlegt man sich schon wie eine 6 jährige ihre Prioritäten setzt und ist fasziniert von der Leichtigkeit, wie sie ihr Leben lebt.
Der Grovater seinerseits (85 Jahre alt) erzählt dann aus seiner Jugend und wie er so erzahlte bemerkte ich mit welcher Freude er von „damals“ sprach.
Man lebte in seiner Kindheit und Jugend mehr im Familienverband, in seinem Fall vier Generationen unter einem Dach und so profitierte man vom Wissen oder der Arbeitskraft des anderen.
Es war, seiner Aussage nach ganz normal das man Zuhause mit anpackte wenn man noch zu jung war um einer Arbeit nach zu gehen und somit Geld zu verdienen um die Familie zu unterstützen.
Denn wenn es der Familie gut ging war man selbst natürlich auch besser gestellt.
Was mich wieder zum eigentlichem Thema diese Artikels zurückführt.
Denn man sah in diesem Zug, natürlich, noch mehr Menschen die sich dem ihrigen gewipnet haben.
Einer las gebannt seine Zeitung, eine andere ließ sich von der Musik aus ihrem i-Pot berieseln oder man starrte gedankenverloren aus dem Fenster und betrachtet die „vorbei rasende“ Landschaft.
So was wie ein „Miteinander“ gibt es schon lang nicht mehr und wenn doch dann nur vereinzelt und im kleinen Kreis.
Denn die „Hektik“ unsere Zeit, lässt einem den Blick fürs Wesentliche verlieren und ich meine jetzt nicht die Anhäufung von Kapital.
Getreu dem Prinzip „hast du was bist du was!“
Ich denke man sollte im Punkt Reichtum begreifen das nicht die Menge des Geldes einen Menschen ausmacht, sondern die Art wie er mit seinem Umfeld umgeht.
Der „Großvater“ erzählte mir das es damals gang und gebe war, das „eine Hand die andere wusch“.
Soll heißen, wenn du mir einen Kuchen backst repariere ich deinen Zaun.
Heute repariert der den Zaun der am wenigsten dafür haben will, dabei ist auch völlig nebensächlich ob er gute Arbeit leistet.
Wie ein großer Markt für Elektroartikel schon im hauseigenen Werbespot sagte: „Geitz ist Geil!“
Womit wir (meiner Meinung nach) ein neues Problem haben, denn heute regiert die Quantität.
(Quantität (lat. quantitas: Größe, Menge) meint die Menge oder Anzahl von Stoffen oder Objekten oder die Häufigkeit von Vorgängen. Quantität findet Ausdruck in numerischen Werten oder der Angabe von Ausmaßen oder Verhältnissen. Bsp.: ganz Deutschland, 30 Gramm, kleiner als.
Und die Qualität einer Dienstleistung oder eine Produktes gerät ins Hintertreffen.
Hier könnte man folgende Beispiele anführen: wegwerf Handys, einmal Rasierer und der gleichen mehr.
Natürlich wird Recycling betrieben, nur wäre dies nicht in dem Maße nötig, wenn die Hersteller nicht bemüht wären immer billiger zu produzieren.
Denn die Qualität der Produkte leidet darunter, so das es lang nicht so leistungsfähig oder stabil ist, wie es laut den technischen Ausstattungen sein könnte
Wieder Meiner Meinung nach hat das aber gleich mehrere Ursachen, auf der einen Seite unsere Staat, der mit seinen Steuerforderungen die so genannten Lohnnebenkosten in schwindeleregende Höhen treibt, woran klein- und mittelständische Unternehmen schwer zu knabbern haben .
Auf der anderen Seite diejenigen Unternehmen die versuchen andere durch Massenproduktionen die Stückpreise zu drücken und dennoch dein eigenen Gewinn zu erhöhen.
Aber das nur am Rande.
Wir leben in einer Leistungsdruckgesellschaft in der nur der etwas bekommt, der entweder schon viel hat oder der genug Tricksen kann und sich durch boxt und dem das Schicksal andere schlichtweg egal ist.
So stellt sich das zumindest meiner Meinung nach da.
So wie er früher mal war, durch ehrlich Hände arbeit kann man alles erreichen, ist lang vorbei.
Viele mühen sich ab und arbeiten sich die Hände wund um irgendwie zu was zu kommen, aber das ist nur Wunschdenken.
Dies Wunschdenken führt aber wieder dazu das man noch mehr arbeitet um vielleicht doch irgendwann mal „was zu haben“ zumindest aber nicht total in Schulden zu „ertrinken“
Das bedeutet aber auch das viele, vor lauter Arbeit. das Leben nicht mehr wahrnehmen können und dennoch vor lauter Sorgen um die anstehenden Rechnungen nicht wirklich schlafen können.
Eine andere Variante die sich in diesem Land nutzen lässt ist das „Harz4“, aber aus eigener Erfahrung heraus kann ich sagen, das dies keine wirkliche Altannative sein kann und sollte.
Man hat mit Vorurteilen zu kämpfen, denn entgegengesetzt der langläufigen Meinung, bekommt nicht jeder vom Staat Geld weil er oder sie es so wollte!
Vielfältig besteht keine andere Möglichkeit um in irgendeiner Form das „überleben“ zu sichern.
Ich finde es mehr als großartig, das niemand „im Regen stehen gelassen wird“ und die art von Unterstützung bekommen kann.
Im Unkehrschluss führt es aber auch dazu, das Missbrauch betrieben wird und so im Entdefekt der Steuerzahler dafür „grade stehen“ muss, was ja wieder zu weiterem Unmut führt.
Und so dreht sich alles im Kreis, weil es entweder der eine dem anderen missgönnt oder es dem anderen sch... egal ist wo das Geld herkommt.
Ich denke beide Seiten sollten als aller erstes über sich selbst und ihrem Handeln nachdenken und dann über andere Urteilen.
Es ist war, nicht selten hört man auf dem „Arbeitsamt“ Stimmen die da laut sagen: „Warum soll ich den arbeiten gehen, wenn ich vom Staat wesendlich mehr Geld bekomme?“
Das ist aber der Moment wo einem schlagartig bewusst wird, das hier etwas absolut falsch läuft.
Wieder andere Stimmen sagen: „Ich hol mir nur das an Geld, was ich wirklich dringend benötige, um den Staat nicht zu sehr zu belasten.“
Richtiger wäre der Ansatz: „ich nehme jede Arbeit die ich kriegen kann und schaff es dann vielleicht bald wieder aus eigener Kraft.“
Es gibt sicher Menschen hier, die Krankheitsbedingt oder weil sie kleine Kinder haben oder jemanden pflegen müssen oder oder oder... die einfach nicht die Möglichkeit haben regelmäßiger Arbeit nach zu gehen.
Die, die es durchaus schaffen könnten und einfach nur weil sie nicht wollen, nicht tun, bei denen stimmt die Einstellung zu sich und ihrem Selbstwertgefühl nicht.
Und da ist genau der Punkt an dem man ansetzten sollte.
Denn wenn weiter „Raubbau“ an der Tagesordnung ist, wird diese Staatsform wie sie (noch) existiert nicht mehr sehr lang überleben.
Der „Großvater“ hat recht, wenn er sagt, das wir uns auf alte Werte zurückbesinnen sollen und wieder die Familienstrukturen von damals praktizieren.
Denn „Egohissmuss“ ist (in vernünftige Bahnen gelenkt) gut und gesund, aber die Ausmaße in der dieser jetzt betrieben wird, bewirkt nur das die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer.
Es wird im TV oder auch im Radio und in der Schule immer wieder gesagt, der Mensch sei das intelligenteste was der „Schöpfer“ oder die Natur hervorgebracht hat.
Wann fängt der Mensch an diese Intelligenz zu nutzen, frage ich mich,
Mal ernsthaft, ich kenne kein Tier, das einem Artgenossen oder einem Tier andere Spezies aus Langeweile oder sei es auch nur um seine „Lust“zu befriedigen, das leben nimmt.
Und die für diese Taten immer wieder gern benutze „schlechte Kindheit“, ist bei Tieren jwohl häufiger der Fall als beim Menschen.
Beim Menschen ist der Verstand da, also sollte er auch Verwendung finden, denn sonnst gehen wir bald "vor die Hunde"!
Ist alles nur meine Meinung, kann man aber mal drüber nachdenken